Die Tor-Weg-Wohnung (TWW)

Nachdem die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) die Burg und das ehemalige Hofgut gekauft hatte, blieben etliche Räume noch ungenutzt. Die leer stehenden Räume sind einer Gruppe von Spiel- und Theaterpädagogen aus der kirchlichen Jugend- und Bildungsarbeit um Fritz Rohrer, die schon länger auf der Jugendburg Seminare anboten, aufgefallen. Sie nahmen sich der Räume über dem Torweg und im ehemaligen Gutshof an und renovierten diese ab dem Herbst 1975 im Rahmen der jährlichen „Pädagogischen Werkstätten“.

Im Laufe der Jahre wurden weitere Räume einbezogen. Damit Gruppen die größtmögliche Freiheit zur Gestaltung hatten, wurden die Räume leer und einfach gehalten. Das Zusammensein war geprägt von der Idee des gemeinsamen einfachen Lebens. Unter ihrem Motto „Spiel = Arbeit?!“ widmeten sie sich dem Spiel und Theater. Im Jahr 1981 gründete sich aus der Projektgruppe der Trägerverein „Tor-Weg-Wohnung e.V. - Gutshof für Spiel und Theater“. 1983 wurde die Benutzung der Räume vertraglich geregelt. Was anfangs nur ein Experimentierfeld von Spiel- und Theaterpädagogen war, entwickelte sich nach kurzer Zeit zu einer selbstständigen und ernst zu nehmenden Bewegung in der kirchlich-kulturellen Bildungsarbeit, die Teil des Burglebens war.

Im Sommer 2015 wurde die Nutzung der Tor-Weg-Wohnung aus Brandschutzgründen für die Arbeit mit Gruppen gesperrt. Erst nach einem entsprechenden Ausbau hätte sie wieder genutzt werden können. Dies führte dazu, dass sich der Tor-Weg-Wohnung e.V. nach einem neuen Domizil umsehen musste.