Die Hohensolmser Burg

Eine Burg Hohensolms wurde erstmals 1321 auf dem Altenberg wenige Kilometer südwestlich des jetzigen Standortes gebaut. In zwei Fehden zwischen dem Landgrafen von Hessen und dem Erzbischof von Mainz wurde sie jeweils eingenommen und auch zerstört. 1350 wurde sie als Burg Hohensolms am heutigen Ort neu errichtet.

Ursprünglich als Wehrburg gebaut wird die Hohensolmser Burg im Laufe der Zeit zu einem Wohnschloss umgebaut. 1622 wird die Burg geteilt. Infolgedessen verfielen Teile der Gebäude, da die Grafen, die diese Teile der Burg zugesprochen bekamen, kein Interesse an dem Erhalt der Gebäude hatten. Zum Teil sind diese heute als Ruine erhalten. Auch der Bergfried (hoher Hauptturm), der jahrhundertelang Wahrzeichen der Burg war, verschwand aus diesem Grund.

1638 wird Hohensolms zur Residenz der Grafen von Solms-Hohensolms. In diese Zeit fällt der prachtvolle frühbarocke Ausbau mehrerer Räume zu Repräsentations- und Wohnzwecken. Ein Meisterwerk der Statik und Schnitzkunst ist die prachtvolle Haupttreppe mit ihrer reich geschnitzten Brüstung, die um 1700 erbaut wurde. Sie gilt als eine der ältesten freitragenden Holztreppen dieser Größenordnung.

1718 verlegte Graf Friedrich Wilhelm die Residenz nach Lich, pflegte die Burg aber weiter als Sommerresidenz und später auch als Witwensitz.